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Forsa-Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes: Es wird noch zu wenig gegen Kinderarmut getan

Nur 16 Prozent der Deutschen glauben, dass sich die Politik ausreichend um die Bekämpfung der Kinderarmut kümmert. Dabei halten dies 85 Prozent für wichtig bis sogar sehr wichtig. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes anlässlich des Weltkindertages am 20. September hervor.

Auch zu anderen Themen sehen die Befragten die Politik in der Pflicht, endlich zu handeln: bei der finanziellen und beruflichen Unterstützung von Familien sowie beim Schutz von Kindern vor Gewalt.

„Es stimmt leider, dass Kinderarmut gerade auf Bundesebene ein immer noch zu wenig beachtetes Thema ist. Dies hat verschiedene Gründe. Unser Armutsbild ist von drastischer Not, Hunger und Obdachlosigkeit geprägt. Kinderarmut in Deutschland dagegen äußert sich weniger spektakulär. Oftmals wird sie daher gar nicht als solche erkannt. Dabei ist mittlerweile jedes 5. Kind in Deutschland arm und somit von vielfältigen Benachteiligungen betroffen“, erläutert die kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Kati Engel. „Arme Kinder leiden nicht nur unter schlechter Ernährung und unzureichender ärztlicher Versorgung. Sie haben auch schlechtere Chancen auf Bildung. Ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und soziale Beziehungen sind ebenso stark eingeschränkt, da sie von vielen Bereichen des Lebens - wie Kinobesuche oder Musikunterricht - ausgeschlossen sind. Die Tür zur Zukunft fällt da nicht ins Schloss, sie geht gar nicht erst auf.“

Alle abgefragten Bereiche wurden von den meisten Befragten als sehr wichtig oder wichtig eingestuft. Hingegen hielt nur ein geringer Teil diese in Deutschland gegenwärtig als gut oder sehr gut erfüllt. Großen Nachholbedarf sahen die Befragten bei der Bekämpfung der Kinderarmut, Unterstützung von Familien sowie beim Schutz der Kinder vor Gewalt.

„Die Entscheidungen der Bundesregierung zum Kinderzuschlag, Kindergeld oder zu den Regelleistungen nach Hartz IV sind zur Verhinderung von Kinderarmut völlig unzureichend. Ich empfinde es als höchst fahrlässig, Kindergeld auf den Unterhaltsvorschuss oder die SGB II-Leistungen anzurechnen. Damit verwehren wir den Familien, die sowieso nicht genug Geld zur Verfügung haben, auch noch das letzte bisschen Hilfe. Das hat teilweise fatale, individuelle Folgen!“, warnt Kati Engel. „Kinderarmut lässt sich nachhaltig weder über eine Anhebung des Kindergeldes noch über eine Erhöhung der Regelsätze bekämpfen. Wir brauchen endlich eine eigene Kindergrundsicherung, die allen Kindern das Existenzminimum auch garantiert.“

Für die Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes wurden deutschlandweit 1.007 wahlberechtigte Personen ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse der Umfrage können unter: www.dkhw.de/umfrage-weltkindertag-2018 nachgelesen werden.

 


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