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Gewalt in der Erziehung darf nicht verharmlost werden

„Der Tag der gewaltfreien Erziehung soll daran erinnern, dass die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern trägt. Zudem soll er Eltern ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen“, sagt Kati Engel, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Die Abgeordnete unterstreicht, dass körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen unzulässig sind. „Gewalt hat viele Gesichter und beginnt schon bei einem Klaps hinter die Ohren. Ebenso zählen Vernachlässigung, mangelnde Unterstützung sowie psychischer Druck zu den Formen von Gewalt.“ Körperliche, seelische und sexuelle Gewalt an Kindern seien noch immer verbreitet. Kati Engel verweist auf die LAG Kinder und Jugendschutz Thüringen, die von einer hohen Dunkelziffer ausgeht und schätzt, dass jedes vierte Kind im Laufe des Heranwachsens Gewalt erlebt, in unterschiedlicher Intensität und Dauer. Umso notwendiger sei es, darauf aufmerksam zu machen, dass „Gewalt in der Erziehung immer noch existiert und leider zu oft verharmlost wird“.

„Die meisten Mütter und Väter wissen, dass sie ihre Kinder nicht schlagen oder ihnen auf andere Weise Gewalt antun dürfen. Aber zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft oftmals eine Lücke. Eltern schlagen ihre Kinder häufig aus Überforderung, wenn sie sich bei Konflikten nicht mehr anders zu helfen wissen“, erläutert Engel. „Gewalt darf nie ignoriert werden, wir alle müssen hinsehen und diese benennen“, sagt die LINKE-Politikerin und appelliert, nicht wegzuschauen, Hilfe zu holen und sich an professionelle Beratungsstellen zu wenden, die es in ganz Thüringen gibt (https://www.jugendschutz-thueringen.de/kinderschutzdienste.html). „Außerdem unterbreitet der Deutsche Kinderschutzbund mit dem Elternkurs ‚Starke Eltern – Starke Kinder®‘ ein konkretes Angebot, damit Eltern im Umgang mit ihren Kindern souveräner und gelassener bleiben und die Kinderrechte beachten. Im Kurs werden viele hilfreiche Tipps für einen gewaltfreien Alltag mit Kindern gegeben“, so Engel.

 

Hintergrund:

Der Tag der gewaltfreien Erziehung geht zurück auf die internationale Organisation zur Beendigung körperlicher Gewalt gegen Kinder, EPOCH worldwide (End Physical Punishment Of Children). Deren Ländervertretung in den USA rief erstmals am 30. April 1998 zum „International No Hitting Day for Children“ auf. Seit 2004 tut dies auch der Deutsche Kinderschutzbund. Inzwischen haben 48 Länder das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung eingeführt. Schweden war 1979 Vorreiter, gefolgt von Finnland und den Färöern (1983). Deutschland kam erst im Jahr 2000 als elftes Land in Europa dazu. Mit der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention 1990 und ihrer Ratifizierung 1992 bekam die Bundesregierung die Aufgabe, alle notwendigen Gesetzesverfahren einzuleiten, um die Rechte des Kindes auf nationaler Ebene durchzusetzen. Es brauchte acht Jahre, bis das „Gesetz zur Ächtung der Gewalt“ (§1631 Abs. 2 BGB) im Jahre 2000 verabschiedet und das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung damit verankert wurde. Im Wortlaut: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“


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