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Kinderschutz ist systemrelevant

Derzeit steht in der Öffentlichkeit zurecht die Eindämmung der Corona-Pandemie im Mittelpunkt. “Dabei sollten wir aber nicht den Blick für diejenigen verlieren, welche unsere Unterstützung in besonderem Maße benötigen“, ermahnt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Kati Engel. Denn die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie treffe Kinder und Jugendliche in vielen Fällen ganz besonders hart. Die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte müssen daher auch in Krisenzeiten gewährleistet sein, insbesondere das Recht auf Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung und Verwahrlosung (Art. 19).

 

Aktuell kann der prognostizierte Anstieg der Gewaltdelikte innerhalb von Familien noch nicht verzeichnet werden, was aber nicht bedeutet, dass es keine Gewalttaten gibt oder das Wohl von Kindern und Jugendlichen nicht in Gefahr geraten kann. Thüringen ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet, um Kinder und Jugendliche zu schützen. Die verschiedenen Jugendämter und Kinderschutzdienste sind weiterhin telefonisch erreichbar. 

 

Kindern und Jugendlichen, die gerade jetzt ein offenes Ohr suchen, bietet das kostenfreie Kinder – und Jugendsorgentelefon unter 0 800 / 008 008 0 die Möglichkeit sich Hilfe zu suchen.

Alle Kinder- und Jugendschutzdienste als Beratungsstellen für junge Menschen sind telefonisch erreichbar.

Für Eltern steht das kostenfreie Elterntelefon unter 0 800 / 111 0 550 zur Verfügung.

 

Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Kinder und Jugendlichen vor Gewalt und Vernachlässigung zu schützen. “Deshalb sind alle aufgerufen, besonders aufmerksam zu sein und Hilfe anzubieten“, appelliert die Abgeordnete. Wenn sich Menschen Sorgen über das Wohl eines Kindes machen, sollten sie einschreiten. Nachfrage und Hilfe anbieten ist für Eltern oftmals ein wichtiges Signal, sie merken dann selbst, dass es vielleicht zu viel war und es nicht unbemerkt bleibt.

 

Darüber hinaus bedarf es aber weiterer Hilfsmechanismen für Familien, um zu verhindern, dass diese aufgrund der Krise in finanzielle Not geraten. „Hierfür ist ein schneller Ausbau der sozialen Sicherungssysteme gefordert,“ betont Kati Engel. “Denn auf Unterstützungsstrukturen wie die Tafel oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können sie nicht zurückgreifen, da sie geschlossen sind.“ Hinzu kommen gestiegene Lebensmittelpreise, die sie in zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten bringen. Um zu verhindern, dass Familien hungern müssen, fordert daher DIE LINKE einen sofortigen Zuschlag von 200 Euro auf den Hartz-IV-Regelsatz für die Dauer der Krise.

 

„Ich empfinde es zudem als grundfalsch, Kindergeld auf den Unterhaltsvorschuss oder die SGB II-Leistungen anzurechnen. Damit verwehren wir den Familien, die sowieso nicht genug Geld zur Verfügung haben, auch noch diese Hilfe. Das hat teilweise fatale individuelle Folgen“, empört sich die Landtagsabgeordnete Engel. „Wir brauchen endlich eine eigene Kindergrundsicherung, die allen Kindern das Existenzminimum garantiert“, sagt die Landespolitikerin. Armut und Ausgrenzung von Kindern müssten endlich beseitigt werden. DIE LINKE fordert, wie auch das „Bündnis Kindergrundsicherung“, eine eigenständige Kindergrundsicherung in Höhe von 628 Euro.

 

 

 


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