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Tilo Kummer

Neues Waldgesetz beschlossen

Mit dem heute in der Plenarsitzung verabschiedeten Waldgesetz wird Thüringen als erstes Bundesland einen Weg beschreiten, um Spekulationen mit Waldgrundstücken möglichst zu unterbinden. Außerdem wird auch eine Möglichkeit der Umgehung des landwirtschaftlichen Vorkaufsrechts beendet, erklärt der Forstpolitiker der Linken, Tilo Kummer.

Mit dem heute in der Plenarsitzung verabschiedeten Waldgesetz wird Thüringen als erstes Bundesland einen Weg beschreiten, um Spekulationen mit Waldgrundstücken möglichst zu unterbinden. Außerdem wird auch eine Möglichkeit der Umgehung des landwirtschaftlichen Vorkaufsrechts beendet, erklärt der Forstpolitiker der Linken, Tilo Kummer.

Die Koalition schafft ein Vorkaufsrecht für Waldgrundstücke zur Verbesserung der Bewirtschaftbarkeit des Waldes durch benachbarte Waldbauern und Landwirte. „Nach jahrhundertelanger Zersplitterung der Waldflurstücke durch Erbteilungen beschreiten wir damit einen Weg, benachbarte Flächen wieder in der Hand derer, die den Wald bewirtschaften wollen, zusammenzuführen“, unterstreicht Kummer. Der Ankauf von Wald oder landwirtschaftlicher Nutzfläche durch Spekulanten wird damit deutlich erschwert. Ein Leitbild soll künftig den Vorrang regionaler Bewirtschafter des Waldes beim Flächenerwerb untersetzen.

Ein weiterer Meilenstein im neuen Waldgesetz ist das Verbot des Verkaufs von Kommunalwald zum Zwecke der Haushaltskonsolidierung. „In der Vergangenheit waren Gemeinden häufig gezwungen, zum Schließen von Finanzlöchern ihren Wald zu verkaufen. Das hat nun ein Ende. Unser Tafelsilber muss für kommende Generationen bewahrt werden“, betont Kummer.

Das Waldgesetz schafft weiterhin Klarheit beim Eigentum an Waldgenossenschaftsanteilen, regelt Reiten und Radfahren neu und schafft Voraussetzungen zur besseren Bekämpfung des Waldsterbens in Folge von Schädlingsbefall.