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Kinder in Syrien - Dramatische Zunahme der Gewalt im Jahr 2018

Im ersten Halbjahr 2018 sind im Syrien-Krieg schon mehr Kinder ums Leben gekommen als im Gesamtjahr 2017. Das berichtet Schwedens UN-Botschafter Olof Skoog. War 2017 mit 1.271 getöteten Kindern das bislang das tödlichste Jahr für Kinder in Syrien, so wurden diese Zahlen bereits Mitte dieses Jahres überschritten.

Es sind erschütternde Zahlen, die Virginia Gamba, die UN-Sonderbeaufragte für Kinder in Konflikten, wiedergibt: „Im ersten Quartal 2018 ist die Zahl der Kindersoldaten um ein Viertel gestiegen. Das Töten und Verstümmeln von Kindern hat um 348 Prozent zugenommen - beides verglichen mit dem letzten Quartal 2017. Alle schweren Kinderrechtsverletzungen für das erste Quartal zusammengenommen, erleben wir eine Steigerung um 109 Prozent.“

Insgesamt haben sich also alle grausamen Verbrechen gegen Kinder verdoppelt. Dazu zählen neben Rekrutierung und Ermordung auch Vergewaltigungen, Angriffe auf Krankenhäuser und Schulen, Verschleppungen und die Weigerung, Kindern Hilfe zukommen zu lassen.

„Nach den UN-Kinderrechten hat jedes Kind ein Recht auf Überleben. Außerdem haben sich die Vertragsstaaten der UN-Kinderrechtskonvention, zu denen auch Deutschland gehört, darauf verständigt, dass von einem bewaffneten Konflikt betroffene Kinder geschützt werden müssen“, erläutert die kinderpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Kati Engel.

"Ich fordere daher die Bundesregierung auf, nicht länger weg zu sehen und ihrer Verantwortung endlich nachzukommen, diesen Kindern zu helfen! Auch diese Kinder haben ein Recht auf eine unversehrte Kindheit. Viel zu lange waren sie schon Opfer von Gewalt und Gräueltaten, damit muss endlich Schluss sein“, appelliert Engel.