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Ausstellungseröffnung: „Einer schwimmt im Geld – Kinder über ARM und REICH“

Der Deutsche Kinderschutzbund und die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag laden zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Einer schwimmt im Geld – Kinder über arm und reich“ in den Thüringer Landtag ein:

Zeit: Mittwoch, 24. Januar 2018, 13 Uhr
Ort: Thüringer Landtag, Funktionsgebäude, 4. Etage


Warum eine Ausstellung von Kindern und jungen Menschen über Kinderarmut? Gibt es in Deutschland überhaupt arme Kinder?

Den Anlass der Ausstellung begründet der Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes in Thüringen, Carsten Nöthling: „Ja, es gibt Armut und damit auch die verbundenen Benachteiligungen für die betroffenen Kinder. Natürlich müssen sie oder ihre Familien nicht auf der Straße betteln. Doch der Betrag, mit denen die Eltern monatliche Ausgaben bestreiten müssen, reicht oft nicht aus, um die Kinder wirklich gut zu versorgen und darunter leiden die Kinder sehr.“

„Kinderarmut ist ein immer noch zu wenig beachtetes Thema. Dies hat verschiedene Gründe. Unser Armutsbild ist von drastischer Not, Hunger und Obdachlosigkeit geprägt. Kinderarmut in Deutschland dagegen äußert sich weniger spektakulär. Oftmals wird sie daher gar nicht als solche erkannt. Dabei ist mittlerweile jedes 5. Kind in Deutschland arm und somit von vielfältigen Benachteiligungen betroffen“, ergänzt die kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Kati Engel.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von jungen Menschen im Alter von 8 bis 15 Jahren, die in Schreibwerkstätten entstanden sind. Sie sind ein Auszug aus dem Buch „Einer schwimmt im Geld – Kinder über ARM und REICH“, welches die Landesverbände Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt des Deutschen Kinderschutzbundes im Herbst 2017 veröffentlicht haben.

Junge Menschen kommen darin unabhängig von ihrem sozialen Status zu Wort. Die Texte, Bilder und Comics geben die Erfahrungen und die Meinungen der Kinder und Jugendlichen wieder. Sie stellen dar, was ihnen im Kontext armer Lebensführung fehlt, was anders ist, was sie sich wünschen und geben einen Einblick in die Lebenswelten von Mädchen und Jungen. Freundschaften spielen hierbei ebenso eine wichtige Rolle wie Geld.

„Deutlich ist geworden, dass junge Menschen verschiedener Altersstufen klare Aussagen zu diesem schwierigen Thema treffen können. Aber sie erleben die Auswirkungen sehr unterschiedlich. Sie sagen uns, dass nicht jedes Kind in Armut diese auch so empfindet“, so Carsten Nöthling.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar wochentags von 8.00 bis 18.00 Uhr kostenlos zu besichtigen. Für den Einlass in den Landtag benötigen BesucherInnen ihren Personalausweis.